VPT-Meldung
vom

Für eine bessere Patientenversorgung:

Von der Blankoverordnung zum Direktzugang

Vieles ist derzeit im Wandel. Das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz bringt einige positive Veränderungen auf den Weg, Präventions- und eHealth-Gesetz werden kommen. Doch wie sieht es mit der Forderung nach mehr Autonomie in der Physiotherapie aus? Der VPT hat sich hierfür bereits seit einiger Zeit stark gemacht, Stichwort "Direktzugang". Seit 2011 führt er gemeinsam mit der IKK Brandenburg und Berlin ein Modellvorhaben nach § 63 SGB V durch, mit dem die so genannte "Blankoverordnung Physiotherapie" erprobt wird. Erste Zwischenergebnisse liegen vor und lassen auf eine deutlich verbesserte Versorgung schließen. In diesem Modell verordnet der Arzt zwar nach wie vor Physiotherapie, er überlässt es allerdings dem Therapeuten, mit welcher Frequenz und mit welchem konkreten Heilmittel die Patientin bzw. der Patient behandelt wird. Die Blankoverordnung als Regelversorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung wäre also ein erster Zwischenschritt zum Direktzugang, der den Umweg über einen Arzt nicht mehr vorsehen würde.
Die Forderung nach einer stärkeren Behandlungsautonomie möchte der VPT in diesem Sommer einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Schließlich würden hiervon vor allem die Patientinnen und Patienten profitieren. Über die Landesgruppen des VPT werden zu diesem Zweck in Kürze Infoflyer und –plakate verschickt, die sich auf die folgenden drei Kernforderungen fokussieren:

  1. Mehr Anerkennung der Physiotherapie bei Politik und Krankenkassen!
  2. Direktzugang zum Therapeuten für eine stärkere Einbindung der Physiotherapie in die Gesundheitsversorgung, Wegfall von Mehrfachuntersuchungen und mehr Patientenzufriedenheit!
  3. Bessere Vergütung für eine hohe Behandlungsqualität in der Physiotherapie!

Wir möchten alle Physiotherapiepraxen um Unterstützung dieser Öffentlichkeitskampagne bitten. Die Plakate sollten gut sichtbar im Wartebereich der Praxen platziert und die Infoflyer an alle Patientinnen und Patienten verteilt werden. Nach der Sommerpause wird diese Patientenaktion durch das Auslegen von Unterschriftenlisten in den Physiotherapiepraxen flankiert werden. Hierbei beschränkt sich der VPT ganz bewusst auf die Forderung nach einem Direktzugang, denn hier sind die Patientinnen und Patienten die direkte Zielgruppe.
Die Unterschriftenaktion wird unter dem Motto
Offene Türen für eine stärkere Einbindung der Heilmittelerbringer in die Gesundheitsversorgung"
stehen.
Auch dieser Teil der Aktion benötigt die tatkräftige Unterstützung aller Kolleginnen und Kollegen, um eine möglichst breite Öffentlichkeit zu erreichen. In jeder Praxis sollte ein direkter Dialog mit den Patientinnen und Patienten gesucht werden; die Unterschriftenlisten sollten in ausreichender Zahl ausgelegt und nach Abschluss der Aktion, die bis zum 29.02.2016 laufen soll, an die Bundesgeschäftsstelle des VPT zurückgeschickt werden. Die Anschrift wird auf allen Unterschriftenlisten zu finden sein.
Der VPT bedankt sich jetzt schon ganz herzlich für eine möglichst zahlreiche Beteiligung in allen Physiotherapiepraxen. Gehen wir gemeinsam den Weg in eine bessere Zukunft!
Ihr VPT

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