VPT-Meldung
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VPT übergibt mehr als 91.000 Unterschriften und präsentiert seine Kampagne "Offene Türen für…" anlässlich eines Parlamentarischen Abends in Berlin

VPT übergibt mehr als 91.000 Unterschriften

Die Kampagne "Offene Türen für mehr Anerkennung, Direktzugang und bessere Vergütung", an der sich exakt 91.353 Bürgerinnen und Bürger sowie Praxisinhaberinnen und Praxisinhaber mit ihren Unterschriften beteiligt haben, ist ein großer Erfolg. "Der VPT ist hoch erfreut über eine derart große Beteiligung an der Unterschriftenaktion, in der sich die Menschen im ganzen Land für eine bessere Versorgung mit Physiotherapie ausgesprochen haben. Dafür bedanke ich mich im Namen aller Patientinnen und Patienten sowie aller Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten ganz herzlich bei allen Unterstützern!", resümierte Karl-Heinz Kellermann, Bundesvorsitzender des VPT, anlässlich der Kampagnen-Präsentation am 15. März 2016 in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin.

Der Parlamentarische Abend dort stand unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Bundestagsabgeordneten und Physiotherapeuten Dr. Roy Kühne (CDU) und war geprägt von einem offenen und konstruktiven Dialog zwischen Mitgliedern des VPT-Bundesvorstandes und Kühne sowie einem weiteren Abgeordneten des Bundestags: Rechtsanwalt Stephan Mayer (Altötting), Vorsitzender der Arbeitsgruppe Innen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Dass nicht mehr Parlamentarier gekommen waren, dass keiner der eingeladenen Gesundheitspolitiker der Koalitionsfraktion SPD und der Oppositionsparteien präsent war, lag wohl auch an gleichzeitig stattfindenden Fraktionssitzungen, die an diesem Dienstag ungewöhnlich lang dauerten wegen der Aussprachen zum Ausgang der drei Landtagswahlen am vorangegangenen Sonntag in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Dem Gehalt der VPT-Veranstaltung tat das aber keinen Abbruch. Der Meinungsaustausch mit dem fachkundigen und praxiserfahrenen Parlamentarier Dr. Kühne entwickelte sich zu einer für alle Seiten erhellenden Gesprächsrunde, an der auch dessen wissenschaftlicher Mitarbeiter Markus Thomas Griffig, der VPT-Bundesgeschäftsführer Udo J. Fenner, der VPT-Justiziar Benjamin Alt und das VPT-Verbindungsbüro BerlinBonn mit Friedemann Ey aktiv beteiligt waren.

Eingeleitet hatte die Veranstaltung am frühen Abend Karl-Heinz Kellermann mit einer sehr anschaulichen Erläuterung der dringlichsten Probleme in der Physiotherapie. Er beschrieb Herausforderungen, zeigte Antworten auf und stellte konkrete Lösungsansätze vor zu den Themen:

  • Höhere Patientenzufriedenheit und schnellere Behandlungsergebnisse über die Blankoverordnung zum Direktzugang
  • Wegfall der Grundlohnsummenanbindung der Behandlungspreise
  • Zeitliche Straffung der Schiedsverfahren bei Nichteinigung mit den Krankenkassen
  • Streichung des Schulgeldes in der Physiotherapieausbildung
  • Modernisierung und Anpassung der Ausbildung
  • Schaffung von flächendeckenden Studienangeboten und Überführung der Modellstudienangebote in die Regelausbildung

In seiner Erwiderung beleuchtete Abgeordneter Dr. Kühne diese Problemfelder unter gesundheitspolitischen Aspekten und hob dabei die finanziellen Bedingungen und die gesundheitspolitischen Mehrheitsverhältnisse hervor, unter denen Veränderungen und Verbesserungen für die physiotherapeutischen Berufsträger und für den therapeutischen Nachwuchs gefunden und verwirklicht werden könnten. Dabei ging er ebenso ein auf die Rolle der Berufsverbände, würdigte ihre unabdingbare Fachkenntnis für die Gesundheitspolitik und ihre Möglichkeiten der Einwirkung auf Gesetzgebungsverfahren.

Dem Parlamentarischen Abend vorausgegangen war die Übergabe der Unterschriften an das Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Der für den Bereich Heilmittel zuständige Referatsleiter Andreas Brandhorst nahm die Unterschriften entgegen und zeigte in dem sich anschließenden ausführlichen Gespräch viel Fachwissen und Verständnis für die Belange der Physiotherapeuten.

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