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Gründungsvorsitzender der Schlaganfall-Gesellschaft übernimmt Geschäftsführung der DGN

von Deutsche Schlaganfallgesellschaft

Berlin, März 2005

Berlin, März 2005 - Professor Dr. med. Otto Busse, Chefarzt der Neurologie im Klinikum Minden und 2. Vorsitzender der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft, beendet Ende April 2005 nach 22 Jahren seine Tätigkeit im Klinikum Minden. Anschließend übernimmt er die Geschäftsführung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Sein Engagement für die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft, deren Gründungsvorsitzender er gewesen ist, wird er dennoch beibehalten.

Anläßlich seines Ausscheidens organisierte Prof. Busse am 12. März 2005 ein Schlaganfallsymposium. Seit Jahren engagiert sich der Neurologe zum Thema Schlaganfall. Bereits die erste von ihm organisierte Fortbildungsveranstaltung am Klinikum Minden widmete sich diesem Fachgebiet. Führende deutsche Schlaganfall-Experten nahmen während des Symposium in kurzen Statements Stellung zum Stand der Schlaganfall-Forschung. Das Abschiedssymposium war gleichzeitig auch eine Veranstaltung der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft. Professor Busse ist nicht nur Gründungsvater dieser jungen Fachgesellschaft, sondern auch eine der treibenden Kräfte innerhalb der Stroke Unit-Bewegung in Deutschland. Seinem Engagement ist es unter anderem zu verdanken, daß Deutschland über ein Netz von Regionalbeauftragten verfügt, die in ihren jeweiligen Regionen für die Schlaganfallversorgung verantwortlich sind. Die Regionalbeauftragten haben im Laufe der letzten zehn Jahre Stroke Units aufgebaut, und infolge dessen verfügt Deutschland derzeit über fast 150 Schlaganfallspezialstationen. Die Regionalbeauftragten sind aber nicht nur für die Stroke Units verantwortlich, sondern für die gesamte Schlaganfallversorgungskette in ihren Regionen, die von der Prävention bis zur Nachsorge des Schlaganfalls reicht. 

Professor Dr. med. Otto Busse studierte Medizin in Marburg, Hamburg, Wien und Heidelberg und legte 1966 sein Staatsexamen ab. Nach Promotion und Medizinalassistentenzeit erhielt er seine neurologische Ausbildung in den Städtischen Kliniken Dortmund und an der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg unter dem Schlaganfallforscher Prof. Gänshirt. Er wurde 1977 Facharzt für Neurologie und erhielt dann von 1974 bis 1977 eine neuroradiologische Ausbildung in der Medizinischen Hochschule Hannover. Später war er leitender Oberarzt der Neurologischen Universitätsklinik Giessen, habilitierte sich 1981 mit einem Schlaganfall-Thema und erhielt 1983 eine Professur für Neurologie. Seit dem 01. Oktober 1983 ist er Chefarzt der Neurologischen Klinik des Klinikums Minden. Seine klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkte sind die neurologische Intensivmedizin und zerebrovaskuläre Erkrankungen, insbesondere die operative und medikamentöse Sekundärprävention, raumfordernde Kleinhirninfarkte, Dissektionen und alle Aspekte der Akuttherapie. Neben seiner Arbeit als Chefarzt und Gründungsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft war Professor Busse von 1993 bis 2001 Vorstandsmitglied der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und Vorsitzender des Ausschusses "Rat und Hilfe" innerhalb der Stiftung.

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