VPT-Meldung
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DGUV: Sonderregelung bei den vereinbarten Fristen

Nachdem die Kassenverbände eine Lockerung der Fristen beschlossen haben, ziehen die DGUV und Unfallversicherungsträger nach und beschließen ebenfalls Sonderregelungen im Bereich der vertraglich vereinbarten Fristen.

• Der Behandlungsbeginn muss nicht mehr innerhalb von 7, sondern kann innerhalb einer Frist von 14 Tagen nach Ausstellung der Verordnung erfolgen.


• Mit Aufnahme der Behandlung innerhalb des 14-tägigen Zeitfensters beginnt die 28-tägige Gültigkeitsfrist für die Verordnung. Ist eine Verlängerung der Verordnung über 28 Tage medizinisch sinnvoll, kann der D-Arzt eine neue Verordnung für die Heilmittelerbringung ausstellen.

Hinweis: Die Regelung, dass der Arzt nicht länger als 28 Tage ausstellen soll, hat nicht zur Folge, dass die Behandlungen abgebrochen oder Rechnungen gekürzt werden sollen. In der Handlungsanleitung an den verordnenden Arzt heißt es, dass eine VO längstens 4 Wochen umfasst. Danach hat eine Kontrolluntersuchung zu erfolgen. Die Handlungsanleitung richtet sich ausschließlich an den verordnenden Arzt, für den Therapeuten ist sie nicht bindend und es besteht auch keine Prüfpflicht. Für die Leistungserbringung ist die einzige Rechtsgrundlage die zwischen der DGUV und den Berufsverbänden geschlossene Vereinbarung. In dieser ist u. a. geregelt, dass alle Angaben auf der ärztlichen Verordnung eingehalten werden müssen, dies gilt auch für die verordnete Menge an Einheiten. Eine Befristung der Verordnung auf vier Wochen oder ein ggf. erforderlicher Behandlungsabbruch bei Überschreitung der vier Wochen ist damit ausdrücklich nicht gemeint.

In der Klärung ist noch, welche Unterbrechungsfristen gelten sollen. Hier beraten derzeit die Fachgremien der DGUV.

Die Sonderregelung gilt rückwirkend ab 2. November 2020 und ist zunächst bis zum 31.03.2021. Sie gilt auch für die SVLFG als landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft.

 

 

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