VPT-Meldung
vom

Neues Konzept zur Prävention von Rückenschmerzen

von (nach einer Presseinformation der KddR)

Ministerin Ulla Schmidt begrüßt Initiative der Konföderation der deutschen Rückenschulen (KddR)

Am 26. Mai 2006 empfing die Ministerin in Aachen eine Delegation der KddR, ein Zusammenschluss der neun größten deutschen Rückenschulverbände. Im Auftrag aller Mitglieder überreichte im Beisein von Karl-Heinz Kellermann, stellv. Bundesvorsitzender des VPT (Foto: 3. v. li.), sowie Peter Guske, sachverständiges Mitglied des VPT in der KddR (Foto: 1. v. li. - nicht auf dem Foto: Joachim Fleichaus, Delegationsleiter des VPT in der KddR), der Koordinator der Konföderation, Carsten Löwenkamp, zusammen mit Dr. Martin Steinau von der Schwertbadklinik in Aachen der Ministerin das erste Exemplar des von der KddR entwickelten Curriculums für die "Neue Rückenschule".

"Wir wollen wegkommen von der Einteilung in ,richtige' und ,falsche' Bewegungen und hin zu mehr Bewegung, z. B. zu häufigerem Treppensteigen statt Fahrstuhlfahren, auch hin zu life time Sportarten wie Jogging oder (Nordic) Walking" betonte Dr. Steinau.

Ulla Schmidt bekräftigte den Willen der Bundesregierung, die gesundheitliche Vorsorge endlich aufzuwerten. "Prävention soll helfen, die Ausgaben des Gesundheitswesens bezahlbar zu halten", meinte sie. In allen Ländern Europas, die in der Vergangenheit bereits in Vorsorge investiert hätten, seien die Ausgaben für das Gesundheitswesen heute deutlich niedriger als in Deutschland, wo laut einer Schätzung des Robert-Koch-Instituts jährlich Kosten von 25 Mrd. Euro durch Rückenleiden verursacht werden. Außerdem sei Prävention unschätzbar wichtig für hohe Lebensqualität. "Die Menschen werden dann gesund älter" so die Ministerin. Sie begrüße daher das Ziel der KddR, die Neue Rückenschule als ein qualitativ hochwertiges Präventionsangebot bei möglichst vielen Menschen mit der Disposition zu Rückenschmerzen und bereits durchlebten Rückenschmerzepisoden bekannt zu machen.

"Die Teilnehmer der Kurse von KddR-zertifizierten Lehrern lernen, mit ihren Rückenbeschwerden angemessen umzugehen", beschrieb Koordinator Löwenkamp das Angebot der "Neuen Rückenschule", "spielend und nachhaltig bekommen sie ihre Beschwerden in den Griff."

Die ,Neue Rückenschule' folgt mit ihrem bio-psycho-sozialen Ansatz aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Denn auch Stress, Angst oder Depression können Ursache für eine Rückenerkrankung sein. Diese Faktoren zu erkennen, abzubauen und eine positive Lebenshaltung entwickeln zu helfen bildet, gemeinsam mit bewährten Methoden zur körperlichen Stärkung, den Kern des neuen Konzepts, das mit dem Curriculum der "Neuen Rückenschule" ab 2007 für alle Mitglieder der Konföderation verbindlich eingeführt wird.

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