VPT-Meldung
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Offener Brief von MdB Dr. Roy Kühne (CDU) an das Bundesgesundheitsministerium und die Krankenkassen

Dr. Roy Kühne (MdB), CDU Foto: Deutscher Bundestag / Thomas Trutschel

In einem offenen  Brief richtet sich Dr. Roy Kühne (CDU), MdB an das Bundesgesundheitsministerium und die Krankenkassen:

Am Montag wurde durch die Bundesregierung und die Regierungschefs der Bundesländer beschlossen, dass u.a. therapeutische Praxen, Rehabilitationsreinrichtungen sowie Reha-Kliniken weiterhin offen zu halten sind. Momentan ist es aber der Fall, dass eine hohe Anzahl von Patientinnen und Patienten aus Angst vor der Infektion den Besuch in therapeutischen Einrichtungen vermeiden. Wir rechnen aktuell mit Absagen um die 40 Prozent – Tendenz steigend. Somit entsteht ein Liquiditätsproblem bei Praxisinhaberinnen und -inhabern. Gehälter, Mieten, etc. laufen weiter! In absehbarer Zeit stehen viele Praxen vor dem Aus.

Was kann die Lösung sein?
Zur Überbrückung der aktuellen Lage schlage ich einen Rettungsschirm vor. Dieser beinhaltet die Idee, dass die Krankenkassen eine monatliche Abschlagszahlung an die Praxen zahlen. Die Höhe richtet sich nach dem Durchschnittsumsatz der letzten 12 Monate. Damit sollen Einnahmeausfälle überbrückt werden. Mitarbeiter können weiter vor Ort arbeiten und notwendige Behandlungen werden durchgeführt.

Der Auftrag laut Bundesregierung ist damit erfüllt.

Das Geld ist durch den Gesundheitsfond bereits eingestellt. Die Ausgaben der Krankenkassen für die Branche sind definiert. Es kommt also nicht zu ungeplanten Ausgaben.Der „Rettungsschirm“ wird erstmal für 3 Monate festgelegt. Zur unbürokratischen Abwicklung der Abschlagszahlung sollte dabei eine Krankenkasse je Bundesland bestimmt werden. Ziel muss es sein, die „Arbeitsfähigkeit“ von Praxen trotz der hohen und unerwartbaren Quote an Absagen zu gewährleisten!

Therapeutinnen und Therapeuten dürfen in einer solchen Situation nicht alleine gelassen werden. Rettungsschirme dieser Art gab es in den vergangen Jahren sehr oft. Therapie ist Bestandteil der Vor- und Nachsorge, damit versorgungsrelevant.

Es muss Aufgabe der Krankenkassen und der Politik sein, zu entscheiden, wie mit den Liquiditätsverlusten umgegangen wird, die zu einer Gefahr der Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung führen. Die ohnehin niedrige Versorgungsdichte wird sonst durch COVID-19 weiter ausgedünnt und gefährdet langfristig die therapeutische Versorgung.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Roy Kühne

Wir unterstützen den Vorschlag von Herrn Dr. Kühne ausdrücklich“, so Hans Ortmann (Bundes- und Landesvorsitzender des VPT). „In der jetzigen Situation ist es wichtig, finanzielle Engpässe der Therapeutinnen und Therapeuten aufzufangen. So können die Praxen mit bedarfsangepasster Kapazität individuell weiterarbeiten und notwendige Behandlungen durch- bzw. weitergeführt werden. Wichtig ist, dass alle Praxen jetzt finanzielle Planungssicherheit bekommen."

 

 

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