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Presse | Überschuss der AOK befeuert Streit um Kassenausgleich

Die ÄrzteZeitung Online berichtete am vergangenen Freitag (09.06.17)  über die weiter verbesserte Finanzsituation der Kassen  in 1. Quartal 2017. Gleichzeitig beklagt sie aber auch eine Ungleichverteilung der Überschüsse, was dem Streit um die Reform des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs neue Nahrung gibt. Bei einem Überschuss von ca. 600 Mio € bis Ende März für alle 113 Kassen ist die AOK wieder einer der Spitzenreiter (361 Mio €).

Die AOK führt „gute Verträge und eine effiziente Versorgungssteuerung“ als Gründe ins Feld, denn die Leistungsausgaben in Q1 seien nur um 0,5% gestiegen. Hingegen sieht die Lage bei den sechs Ersatzkassen anders aus: ‚nur‘ 155 Mio € Überschuss - im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 206 Mio € ein starker Einbruch durch gesteigerte Leistungsausgaben bei einer Zunahme der Einnahmen. Auch die TK kann einen gestiegenen Überschuss ausweisen.

Ein Sondergutachten im Auftrag des Bundesversicherungsamtes soll die Verteilungseffekte des RSA untersuchen und die Folgen verschiedener Reformvorschläge abschätzen. Das Gutachten soll zur Bundestagswahl im September vorliegen. Dann liegt es am neuen Bundestag, ob und wenn ja, wie das Konstrukt „RSA“ verändert wird.

Das Zentralinstitut der Kassenärztlichen Versorgung (ZI) sprach sich dafür aus, die Überschüsse im Hinblick auf die demographische Entwicklung in die zukünftige ambulante Versorgung zu investieren.

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