VPT-Meldung
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Schutzschirm – Durchführungsverordnung, Musterantrag und Fragenkatalog online

Foto: AdobeStock/grafxart

Seit letzter Woche ist der Schutzschirm für die Heilmittelerbringer in Kraft. Jetzt hat auch der GKV-Spitzenverband die Durchführungsbestimmungen (mit entsprechenden Musterantrag) sowie einen dazugehörigen Fragen-Antwort-Katalog online gestellt.

Die Durchführungsbestimmung regelt die praktische Umsetzung der Rechtsverordnung.

Alle relevanten Informationen und Dokumente  finden Sie auf der Homepage der ARGEn: www.zulassung-heilmittel.de. Hier können Sie auch sehen, welche ARGE für Ihre Region zuständig ist.

Direkt zur Durchführungsbestimmung: https://bit.ly/rettungsschirm_durchfuehrungsbestimmung

Direkt zum Musterantrag: https://bit.ly/musterantrag
(Achtung: Es handelt sich hierbei um ein Muster. Der zu verwendende Antrag wird erst am 20.05.2020 veröffentlicht)

Direkt zur Rechtsverordnung: https://bit.ly/rechtsverordnung_covid19

Direkt zu den FAQS zur Antragsstellung: https://bit.ly/faq_schutzschirm_gkv

Das Antragsformular kann zwischen dem 20. Mai 2020 und dem 30. Juni 2020 ausgefüllt an die zuständige ARGE (Arbeitsgemeinschaft) der Krankenkassen versandt werden. Bitte achten Sie darauf, dass der Antrag vollständig ab dem 20.05.2020bis spätestens 30. Juni bei der ARGE eingeht. Sowohl zu früh gestellte, als auch verspätete oder unvollständige Anträge werden nicht bearbeitet und zurückgewiesen.

Zwar ist die Antragsstellung auch postalisch möglich, wir empfehlen aber ausdrücklich das Antragsformular nach Möglichkeit per E-Mail zu versenden, das Sie dann automatisch eine Eingangsbestätigung als Nachweis erhalten.

Auszüge aus dem Fragen-Antwort-Katalog des GKVs:

Wie berechnet sich der Auszahlungsbetrag?

·         Praxen, die bereits vor dem 01.10.2019 eine Zulassung hatten und weiterhin haben, bekommen 40 % der Vergütung, die der LE im 4. Quartal 2019 für Heilmittel im Sinne des § 32 Abs. 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch gegenüber den Krankenkassen abgerechnet hat, einschließlich der von dem Versicherten geleisteten Zuzahlung.

·         Praxen, die zwischen dem 01.10.2019 und dem 31.12.2019 zugelassen wurden, erhalten ebenfalls 40 % der Vergütung, die der LE im 4. Quartal 2019 für Heilmittel im Sinne des § 32 Absatz 1 des Fünften Gesetzbuches gegenüber den Krankenkassen abgerechnet hat, einschließlich der von den Versicherten geleisteten Zuzahlung, mind. 4.500 Euro. 

·         Den Betrag von 4.500 Euro erhalten auch die Praxen, die im Zeitraum 01.01.2020 bis zum 30.04.2020 zugelassen wurden. Wer im Mai 2020 zugelassen wird, erhält eine Ausgleichzahlung in Höhe von 3.000 Euro. Wer im Juni zugelassen wird, erhält eine Ausgleichzahlung in Höhe von 1.500 Euro.

Wichtiger Hinweis vom VPT: Eine Berechnung durch die Antragsteller ist nicht notwendig, da diese automatisch von den Kassen vorgenommen wird. Achtung: Zahnärztliche Verordnungen sind hiervon ausgenommen und werden nicht berücksichtigt! Mit diesem Vorgehen ist der VPT natürlich nicht einverstanden und wird sich dafür einsetzen, dass hier nachgebessert wird.

Bitte beachten Sie außerdem, dass das Geld nach der Bearbeitung an die Bankverbindung überwiesen wird, die unter dem IK (Institutskennzeichen) hinterlegt ist. Bitte prüfen Sie, ob diese noch aktuell ist bzw. setzen Sie sich mit der Vergabestelle der Institutskennzeichen in Verbindung.

Muss ich das Geld, das ich im Rahmen der Ausgleichszahlung von den Krankenkassen erhalte, wieder zurückzahlen?

Nein, es wird auf zukünftige Leistungen nicht angerechnet. Eine Anrechnung anderer finanzieller Hilfen wie der Soforthilfe  oder dem Kurzarbeitergeld (KuG) findet ebenfalls nicht statt.

Gibt es weitere Unterlagen, die für die Antragsstellung erforderlich sind?

Nein, weitere Unterlagen sind nicht erforderlich.

Gibt es eine Zahlungsfrist?

Nein. Aufgrund der zu erwartenden Antragsmenge ist eine längere Bearbeitungszeit nicht auszuschließen.

Wir empfehlen Ihnen, sich bereits jetzt mit den veröffentlichten Informationen auf der Homepage der ARGEn (www.zulassung-heilmittel.de) vertraut zu machen, um sich auf die Antragstellung vorzubereiten. Das Formular für die Antragsstellung finden Sie ab dem 20. Mai ebenfalls dort.

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