VPT-Meldung
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VPT LG Berlin/Brandenburg | Was junge Therapeuten wünschen

Als Landesgruppe erhält der VPT Berlin-Brandenburg zunehmend Anfragen der Praxen, wo der Nachwuchs bleibe. Der Berufsstand wurde aktuell als „Engpass-Beruf“ eingestuft – „Mangelberuf“ wäre angebracht bei der Nachfrage nach jungen Therapeuten, um die Versorgung mit Heilmitteln zu sichern.

Die Attraktivität unserer Berufe hängt von der Schulgeldfreiheit, einer Ausbildungsvergütung und einem angemessenen Gehalt nach der Ausbildung ab. Die Politik hat versprochen, hier in den kommenden Jahren Änderungen herbeizuführen. Aber: Reicht das bei der großen Nachfrage aus? Können unsere Patienten solange warten?


Wir haben mit Schülern der Schule für Gesundheit und Pflegeberufe in Eisenhüttenstadt Kontakt aufgenommen und sie gebeten, uns ihre Vorstellungen vom Beruf und der Arbeit der Verbände darzustellen. Wir sollten uns der Fragen der Schüler annehmen und aktiv in den Dialog gehen sowie ihnen aufzeigen, was unsere Arbeit beinhaltet. Transparenz ist gefragt. Unter dem Motto „Dialog – Verstehen – gemeinsam Prozesse gestalten!“ stellen wir uns dieser Aufgabe. Erste Schritte sind u. a. Einladungen zum Parlamentarischen Abend der Landesgruppen des VPT und ZVK in Berlin sowie zur gemeinsamen Landestagung im Oktober 2017. In beide Veranstaltungen sind erste Ergebnisse des Dialogs eingeflossen. Die Zukunft unserer Verbände liegt in der jungen Generation. Auszugsweise veröffentlichen wir einige Gedanken aus dem Flyer der Gruppe:

„Wir sind eine Physio-Juniorengruppe im 2. Ausbildungsjahr im Alter von 17 bis 38 Jahren. (...) Uns bewegen viele Fragen rund um unser zu­künftiges Leben als Physiotherapeut/-in. Wie zum Beispiel:

  • Weshalb sind physiotherapeutische Qualifikationen nach der Ausbildung so preisintensiv?
  • Wo gibt es für uns Ansprechpartner, die einen umfassenden Eindruck aus dem beruflichen Alltag in unterschiedlichen Einrichtungen und Arbeitsgebieten z.B. Manuelle Therapie in Klinik und Praxis, Kinder und Sportler gewähren – insbesondere für uns auch außerhalb der Ausbildung, sprich als Medienportal (non-profit)?
  • Was sind wissenschaftlich bewiesene Standards und was sind individuell geprägte Annahmen, z.B von Fortbildungsanbietern? (Ist es so? Wann ist es so? Wann ist es nicht so? Warum ist es so?)“

Die jungen Therapeuten schlagen vor, einen Finanzpool einzurichten, über den Untersuchungen, Studien und Medien­veröffentlichungen entstehen, die das Leistungs­vermögen physiotherapeutischer Techniken und Me­thoden abbilden. Sie wünschen sich als „Physios von morgen beim VPT“ unter anderem einen Ansprechpartner des VPT für Schüler, freien Eintritt, interessante Weiterbildungen und Workshops, direkte Gespräche mit bekannten Gesichtern aus der Physiotherapie und die Vorausplanung von Kongressen unter Einbeziehung der Schüler.

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