VPT-Meldung
vom

Zuzahlung bei Abgabe von Heilmitteln in Arztpraxen

Im Zusammenhang mit der Umsetzung der Zuzahlungsregelungen bei Heilmitteln taucht immer wieder die Frage auf, ob physiotherapeutische Leistungen, die in Arztpraxen abgegeben werden, ebenfalls mit einer Verordnungsblattgebühr in Höhe von 10 EUR belegt werden müssen.

Da es in Arztpraxen für selbst erbrachte Leistungen kein Verordnungsblatt gibt, muß für diesen Fall eine Sonderregelung gelten, die nach Auffassung der Spitzenverbände der Krankenkassen wie folgt aussehen muß:

Werden physiotherapeutische Behandlungen in Arztpraxen abgegeben, muß der Patient, der die Leistungen in Anspruch nimmt, zu jeder Behandlung 10 Prozent zuzahlen (wie in Heilmittelpraxen auch). Darüber hinaus muß er zusätzlich 10 EUR Eigenanteil leisten für jeden abgeschlossenen Behandlungsfall. Der Behandlungsfall in der Arztpraxis ersetzt somit das Verordnungsblatt in der zugelassenen Praxis.

Diese Rechtsauffassung haben die Spitzenverbände der Krankenkassen dem Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) mitgeteilt, da es sonst zu einer Ungleichbehandlung von gesetzlich Krankenversicherten kommen würde.

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